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09.07.2007 | Virginia: Ehemaliger Todestraktinsasse offiziell für unschuldig erklärt

Earl Washington Jr., ein als leicht geistig beeinträchtigt eingestufter Mann, der schon kurz vor der Hinrichtung wegen Vergewaltigung und Mord stand, konnte das Gefängnis vor 6 Jahren verlassen, da er durch DNA-Beweis entlastet wurde.
Diese Woche hat Virginia ihn offiziell für unschuldig erklärt.
Gov. Timothy M. Kaine (Dem.) hat einen absoluten Straferlass erteilt und eingestanden, daß Washington fälschlich verurteilt wurde. Er bestätigte, daß seine Unschuld zweifelsfrei bewiesen ist.

Washington's Fall war der zündende Funke für Änderungen in Virginias Strafjustizsystem. Der Fall galt lange als Paradebeispiel, das zeigte wie leicht Justizirrtümer entstehen können und stand deshalb im Zentrum des öffentlichen InterressesWashington's Anwälte bezeichneten die offizielle Unschuldserklärung als letzten Schritt in dem 20-jährigen Kampf  Washington's Namen zu rehabilitieren und jeden Zweifel auszuschließen.

Sein eigener Kommentar nach der offiziellen Bekanntgabe war  '... ENDLICH ...'Der Fall begründete das Gesetz, das seit 2001 jeder Häftling, der seine Unschuld beteuert, das Recht auf einen DNA-Test hat. Die Beschaffung und Zulassung neuer Beweise wird damit erheblich erleichtert. Der US Supreme Court zitiert diesen Fall in der Fußnote einer Entscheidung von 2002,  Hinrichtungen von geistig behinderten Straftätern abzuschaffen.Dieses Jahr hatten Offizielle in Virginia beschlossen, Earl Washington eine Entschädigung von 1,9 Mio $ zu zahlen.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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