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03.01.2008 | China will Erschießungen durch Giftspritze ersetzen

Trotz internationaler Kritik hält China aber an der Todesstrafe auch für nicht gewalttätige Verbrecher fest. Die Hälfte der Mittleren Volksgerichte in China hätten in den vergangenen zehn Jahren bereits die Erschießung durch tödliche Injektionen als Exekutionsmethode ersetzt, berichtete der Vizepräsident des Obersten Gerichts in Peking

Jiang Xingchang, nach Angaben der 'China Daily'. 'Es wird als humaner angesehen und wird letztendlich von allen Gerichten eingesetzt werden.'Angesichts der scharfen Kritik an der Todesstrafe in China, das mehr Menschen hinrichtet als der Rest der Welt zusammen, sagte der Präsident des Obersten Gerichts, Xiao Yang, eine Abschaffung auch nur für nicht gewalttätige Verbrechen sei 'nicht realistisch'. Die Menschen in China seien fest vom Prinzip 'Auge um Auge und Leben für Leben' überzeugt. Die Todesstrafe solle aber nur bei einer 'äußerst kleinen Zahl schwerer Verbrecher' angewandt werden.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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