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29.10.2008 | Colorado: Durchsicht von über 3200 Akten führt zu keinen neuen DNA - Tests

Nachdem Tim Masters dieses Jahr in Colorado auf Grund von DNA-Test und andere Beweise unschuldig aus dem Gefängnis entlassen wurde, ließ Bezirksstaatsanwalt Larry Abrahamson 3242 Fallakten daraufhin kontrollieren, ob DNA – Untersuchungen angezeigt seien. Unter diesen Fällen fanden sie 36, in denen die Identifizierung ein Verurteilungsfaktor hätte sein können and entschieden dann, dass in keinem der Fälle zusätzliche Test nötig seien.

Abrahamson schrieb in einer Presseerklärung, er sei beruhigt, dass es unter den im Achten Bezirksgericht verhandelten Fällen von denen die Verurteilten noch im Gefängnis von Colorado seien, keine Fälle gäbe, die von der Weiterentwicklung der DNA-Technologie profitieren würden. In dieser Presseerklärung listete Abrahamson auch die Kriterien, welche zum Ausschluß der Fälle führten, auf:

Zunächst wurden alle Verurteilten ausgeschlossen, die sich schuldig erklärt hatten. Dies trotz der Tatsache, dass auch unter den landesweit 223 Menschen, die durch DNA-Untersuchungen entlastet wurden, 11 Angeklagte sich schuldig bekannt hatten. Mindestens 12 Fälle wurden ausgeschlossen, da die Verurteilung wegen Augenzeugenaussagen zustande kam. Zwei andere wurden wegen Faser- und Bluttests, die für den Prozess verwendet wurden, ausgeschlossen. (DNA – Tests haben bewiesen, dass Identifizierungen durch Augenzeugen oft unzuverlässig sind und, dass manche forensichen Untersuchungen, wie z.B. die Faservergleiche, nur bedingt zur Identifizierung eines Täters geeignet sind.)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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