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27.04.2008 | EU appelliert an Gouverneur von Kentucky, Todesurteil eines verurteilten Polizistenmörders umzuwandeln

Zum zweiten Mal innerhalb von weniger als zwölf Monaten wendet sich die Europäische Union im Zusammenhang mit der Todesstrafe direkt an einen US-Gouverneur. Nachdem im August der texanische Gouverneur aufgefordert wurde, ein Moratorium zur die Todesstrafe in Texas zu erlassen, wird nun Ernie Fletcher, Gouverneur von Kentucky aufgefordert, ein Todesurteil umzuwandeln.

In der entsprechenden Erklärung der EU heißt es dazu, dass man die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten von Amerika, mit der die Verfassungsmäßigkeit der tödlichen Injektion bestätigt worden war, mit Bedauern zur Kenntnis nehme.

Obwohl bereits unmittelbar nach dem Bekanntwerden dieser Entscheidung mehrere Bundesstaaten ankündigten, Hinrichtungen wieder aufnehmen zu wollen, ermutigt die EU die USA dahingehend, das derzeitige de-facto Moratorium zu Hinrichtungen aufrecht zu erhalten und so eine landesweite und gründliche Diskussion der Todesstrafe als solcher zuzulassen.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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