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25.11.2008 | Jamaika hält an der Todesstrafe fest

Nachdem in Jamaika nun schon seit Wochen über die Todesstrafe diskutiert wird, das Parlament seit dem 11. November hierüber berät und die Abstimmung in der letzten Woche überraschend verschoben wurde, weil zu wenige Parlamentarier anwesend waren, wurde heute im jamaikanischen Parlament über die Beibehaltung der Todesstrafe abgestimmt.

Hierbei stimmten von insgesamt 60 Parlamentariern 34 für deren Beibehaltung, 15 stimmten dagegen, 10 Parlamentarier waren abwesend. Die Parlamentarier stimmten ohne Vorgaben ihrer Parteien, rein ihrem 'Gewissen folgend', ab.

Jamaika hat mit alleine in diesem Jahr über 1200 Tötungsdelikten eine der höchsten Mordraten der Welt.

In Jamaika gibt es zwar die Todesstrafe, jedoch wurde seit den späten 80er Jahren niemand mehr hingerichtet. Nach jamaikanischem Gesetz wird jedes Todesurteil, das nach fünf Jahren nicht vollstreckt wurde, automatisch in eine lebenslängliche Haftstrafe umgewandelt. Im Moment sitzen neun Männer in jamaikanischen Todestrakten

.Nachdem im letzten Jahr vor seiner Wahl Premierminister Bruce Golding raschere Vollstreckungen der Todesstrafe versprochen hatte, regte die nun regierende Labor Partei die Debatte über wieder aufzunehmende Hinrichtungen an.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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