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11.06.2009 | Alabama: Jack Trawick, 62, hingerichtet

Jack Trawick wurde um 18.17 Uhr für tot erklärt.

Trawick wurde für schuldig befunden, am 9. Oktober 1992 die 21-jährige Stephanie Gach entführt, auf sie eingestochen und stranguliert zu haben. Hierfür wurde er zum Tode verurteilt. Für einen zweiten Mord erhielt er eine lebenslängliche Freiheitsstrafe. Er behauptete drei weitere Morde begangen zu haben.

Nach seinem Schuldspruch im Jahre 1994 schrieb Trawick dem vorsitzenden Richter in einem Brief, dass er, sollte der Richter ihn nicht zum Tode, sondern zu einer Freiheitsstrafe verurteilen, einen Gefängnisangestellten umbringen würde. Richter James Hard verurteilte ihn zum Tode.

Während seiner Zeit im Todestrakt wurde Trawick dadurch bekannt, dass er Kurzgeschichten über den Mord und Zeichnungen einer ermordeten Frau im Internet versteigern ließ. Er hinterließ einen Teil seiner wenigen Besitztümer Tod Bohannon, der eine Webseite betreibt, auf der man 'Erinnerungsstücke' von Straftätern ersteigern kann.

Die Mutter des Opfers, die ursprünglich der Hinrichtung beiwohnen wollte, änderte ihre Meinung nachdem sie hiervon erfuhr. Eine Opferanwältin, die sich um die Familie kümmert, sagte, diese Nachricht habe sie aus der Bahn geworfen.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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