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31.03.2009 | Hinrichtungsaufschub für Brett Hartmann, Ohio

Der 6th U.S. Circuit Court of Appeals gewährte Brett Hartmann am Dienstag einen Hinrichtungsaufschub ohne Festlegung eines neuen Hinrichtungstermins. In der Begründung heißt es, man wolle die Entscheidung des US Supreme Court in einer aktuellen Berufung eines anderen Gefangenen abwarten. Es geht bei der erwarteten Supreme Court Entscheidung darum, ob Gefangene ein verfassungsmäßiges Recht auf DNA-Tests in ihren Fällen haben. Die Entscheidung des Supreme Court wird im Frühjahr erwartet.

Brett Hartmann hatte einen Hinrichtungstermin für den 7. April 2009.

Am 9. September 1997 wurde die damals 46-jährige Winda Snipes ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. Der Mörder hatte 138 mal auf sie eingestochen, ihre Kehle durch- und ihre Hände abgeschnitten. Die Hände des Opfers wurden nie gefunden. Hartmann hatte eine Liebesbeziehung zum Opfer, wurde am Morgen des Tages, an dem sie ermordet wurde, mit ihr gesehen und gestand, anonym die Polizei angerufen und auf ihre Ermordung hingewiesen zu haben. Nach eigener Aussage fand er das Opfer tot auf, geriet in Panik und machte aus diesem Grund anonyme Anrufe bei der Polizei. Am 22. Mai 1998 wurde Hartmann wegen des Mordes an Winda Snipes zum Tode verurteilt.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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