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02.04.2009 | Hinrichtungsaufschub für Jose Briseno, TX

Am Dienstag gewährte das Berufungsgericht des Staates Texas Jose Briseno einen Hinrichtungsaufschub. Jose Briseno hatte einen Hinrichtungstermin für den 7. April 2009.

Der höchste Strafgerichtshof des Staates akzeptierte die durch Brisenos Anwälte eingereichte Berufung, bei der es darum ging, dass während des ursprünglichen Gerichtsverfahrens die Geschworenen nie eine angemessene Anleitung bekamen, wie man mildernde Umstände wie Brisenos instabile Familienverhältnisse, gestörter Hintergrund, begrenzte intellektuelle Fähigkeiten und Armut mit berücksichtigen soll.

Briseno wurde für den Mord an dem 68-jährigen Sheriff Ben 'Doc' Murray zum Tode verurteilt. Der Mord geschah im Januar 1991.

Briseno hatte bereits zuvor Hinrichtungstermine. So wurde z.B. im Juli 2002 nur vier Stunden vor seiner Hinrichtung diese durch das texanische Berufungsgericht aufgehalten, da seine Anwälte Unterlagen vorlegen konnten, die ihm einen IQ von 67 bescheinigten. Der letzte Hinrichtungstermin war für den 15. Januar 2009 angesetzt, wurde jedoch am 8.1. auf den 7. April verschoben.

Der US-Supreme Court hatte im Juni 2002 geurteilt, dass die Hinrichtung von geistig Behinderten nicht zulässig sei, wobei die Grenze hier allgemein bei einem IQ von 70 gezogen wird.

Ein Richter lehnte es später ab, Briseno als geistig behindert einzustufen, da es seit 2002 mehrere Untersuchungen gab, die Briseno einen IQ von 72 oder höher bescheinigten.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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