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13.07.2009 | Hinrichtungsaufschub für Paul Powell, VA

Der US Supreme Court gewährte am Montag Paul Warner Powell einen Hinrichtungsaufschub. Die Hinrichtung von Powell war ursprünglich für den Dienstag Abend angesetzt.

Powell, der sich für die Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl entschieden hatte, wurde im Jahr 2000 für schuldig befunden, die 16-jährige Stacie Reed erstochen zu haben, sich danach im Haus versteckt und die jüngere Schwester des Opfers zu vergewaltigen und töten versucht zu haben. Kristie Reed, die in den Bauch gestochen und deren Kehle durchschnitten war, überlebte und identifizierte Powell als den Angreifer.

Der Oberste Gerichtshof hob Powells ersten Schuldspruch auf, doch danach schrieb Powell einen prahlerischen Brief an die Staatanwaltschaft, in dem er weitere Details des Verbrechens beschrieb. Da er die versuchte Vergewaltigung an Stacie Reed zugab, wurde Powell ein zweites Mal vor Gericht gestellt und erhielt die Todesstrafe.

Der nun gewährte Hinrichtungsaufschub soll den Richtern Zeit geben zu entscheiden, ob die Klage Powells, dass das zweite Gerichtsverfahren sein verfassungsmäßiges Recht gegen Doppelbestrafung verletzt habe, angehört werden soll. Sollte das Gericht entscheiden, die Klage nicht zuzulassen, würde Virginia einen neuen Hinrichtungstermin festsetzen. Das Gericht wird sich Ende September wieder zusammensetzen.

Auch einem zweiten Gefangenen wurde ein Hinrichtungsaufschub gewährt: wie der Anwalt von, mitteilte, erhielt auch er einen Hinrichtungsaufschub. Wahrscheinlich wird hier ein neuer Hinrichtungstermin für frühestens Ende August festgesetzt. Das Gericht wartet auf eine Entscheidung des US Supreme Court in einem anderen Fall.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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