zurück zur Übersicht

23.09.2009 | Kirgisiens Geheimdienstchef wirbt für öffentliche Hinrichtungen

Um Ordnung zu schaffen sollte Kirgisien laut dem Vorsitzenden des Staatskomitees für Nationale Sicherheit, Murat Sutalinow, die vor zwei Jahren abgeschaffte Todesstrafe wieder einführen und möglicherweise sogar öffentlich hinrichten lassen.

'Man muss über eine Einführung der Todesstrafe und möglicherweise über öffentliche Hinrichtungen nachdenken. Dann kehrt binnen zwei bis drei Tagen Ordnung im Lande ein', sagte Sutalinow am Mittwoch auf einer Beratung über den Kampf gegen religiösen Extremismus. Nach seinen Worten sollte Kirgisien seinen eigenen Weg gehen und sich nicht an den Westen und die OSZE orientieren.

Der Sekretär des kirgisischen Sicherheitsrats, Adachan Madumarow, verwies seinerseits darauf, dass selbst in der Demokratie-Hochburg USA drei Hinrichtungsmethoden angewandt würden. 'Warum soll eine Gesellschaft Menschen lebenslang unterhalten, die schwere Verbrechen gegen sie begangen haben?' Laut Madumarow wird der Sicherheitsrat auf diese Frage eingehen und seine Schlussfolgerungen an Staatspräsident Kurmanbek Bakijew herantragen.

Die Todesstrafe in Kirgisien war 2007 mit dem Inkrafttreten einer neuen Verfassung durch lebenslange Haft ersetzt worden.
(Quelle: Ria Novosti)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

zurück zur Übersicht