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11.08.2009 | North Carolina: Neue Verordnung zu rassistischen Einflüssen auf Todesurteile

RALEIGH - Die Generalversammlung von North Carolina stimmte dafür, als zweiter US-Bundesstaat zuzulassen, dass Anwälte Statistiken heranziehen, um damit die Einflüsse aufzeigen zu können, dass rassistische Vorurteile der Staatsanwaltschaft bzw. der Geschworenen sich bei Verhängungen der Todesstrafe ausgewirkt haben.

Der Senat stimmte am Mittwoch mit 25 zu 18 Stimmen für eine Maßnahme, die die NAACP und andere Fürsprecher in diesem Bundesstaat für notwendig halten, wo drei Schwarze aus dem Todestrakt auf freien Fuß gesetzt werden mussten. Sofern Gouverneurin Beverly Perdue dieses Gesetz unterzeichnet, wären es die Staaten North Carolina und Kentucky, die über ein derartiges Gesetz – den Racial Justice Act – verfügen.

Staatsanwälte, Sheriffs und Anwälte von Opfern befürchten jedoch, diese Maßnahme könnte Todesstrafenprozesse kompliziert oder gar unmöglich machen.

In North Carolina fanden in den letzten drei Jahren keine Hinrichtungen statt.
(Quelle: AP)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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