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30.04.2009 | Texas: Derrick Johnson, 28, hingerichtet

In seinen letzten Worte versuchte Derrick Lamone Johnson seine Mutter, die weinend im Zeugenraum stand, zu beruhigen. Neun Minuten später wurde er für tot erklärt.

Johnson wurde 1999 für die Vergewaltigung und den Mord an der damals 25-jährigen LaTausha Curry zum Tode verurteilt.

Curry hatte an einem öffentlichen Telefon mit dem Auto angehalten als Johnson ihr 10$ stahl, sie in ihrem Wagen entführte, vergewaltigte, schlug und mit ihrer eigenen Bluse erstickte.

Die Behörden fanden heraus, dass Johnson zusammen mit einem Komplizen im Januar 1999 über einen Zeitraum von zwei Wochen mehrere Frauen beraubte oder vergewaltigte. Eines der Opfer war LaTausha Curry.

Die Anwälte Johnsons hatten noch versucht, die Hinrichtung wegen geistiger Behinderung zu stoppen, waren jedoch nicht erfolgreich. Auch die American Civil Liberties Union bat Gouverneur Perry, die Hinrichtung zu stoppen, da Curry nie ein faires Verfahren, in dem seine Behinderung untersucht wurde, erhalten habe, doch auch Perry blieb untätig.

Das Verfahren gegen den damaligen Komplizen Johnsons, Marcus Maxwell, damals 15 Jahre alt, lief unter Erwachsenenstrafrecht. Maxwell akzeptierte einen Deal mit der Staatsanwaltschaft und wurde zu einer Haftstrafe von 40 Jahren verurteilt.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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