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22.01.2009 | Texas: Reginald Perkins hingerichtet

Ungefähr eine Stunde vor seiner Hinrichtung hatte Reginald Perkins einem Gefängnisbeamten eine Erklärung überreicht, in der er seine Unschuld beteuerte. Perkins hatte eine Verurteilung wegen Vergewaltigung und war des Serienmordes verdächtig.

Wegen Mordes an seiner Stiefmutter wurde er zum Tode verurteilt. In seiner Erklärung schrieb er, er könne mit nichts mit den Morden in Verbindung gebracht werden, hätte seine Stiefmutter nicht ermordet, er hätte sie geliebt. Texas würde einen Unschuldigen hinrichten. Zu den anderen Morden: „Sie haben außer mir noch andere Verdächtige vernommen. Sie ließen diese gehen. Ich weiss nicht, über was sie reden. Ich kann Euch nicht sagen, wer sie ermordet hat. Ich habe niemanden ermordet. Ich habe nie getötet.“

Perkins wurde für die Ermordung seiner Stiefmutter, der 64-jährigen Gertie Perkins, zum Tode verurteilt. Er führte seinen Vater und die Polizei zum Leichnam des Opfers im Kofferraum ihres Wagens. Perkins wurde zum Verdächtigen als die Polizei heraus fand, dass er eine Verurteilung in Ohio wegen Vergewaltigung und versuchter Vergewaltigung hatte und außerdem Verdächtiger in Mordfällen in Cleveland war. Während seiner Verhandlung wurden Beweise vorgelegt, dass er den Ehering des Opfers verpfändet und Schecks des Familienunternehmens gefälscht hatte. Die Jury entschied innerhalb von 30 Minuten, Perkins zum Tode zu verurteilen.

Als die Drogen anfingen zu fließen sagte er, er könne sie in seinen Körper laufen spüren. Bevor die Drogen anfingen zu wirken schaute er die Schwester des Opfers an und sagte ihr, dass er sie liebe.

Reginald Perkins wurde um 6.24 Uhr, acht Minuten nachdem die Drogen anfingen zu fließen, für tot erklärt

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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