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16.10.2009 | Uganda: „Schwere Homosexualität“ zukünftig mit dem Tode bestrafbar?

David Bahati, Parlamentsmitglied der ugandischen Regierungspartei, hat einen Gesetzesentwurf eingebracht, der die Todesstrafe für homosexuellen Geschlechtsverkehr mit behinderten Menschen, unter 18-Jährigen oder für Menschen, die HIV-positiv sind, fordert.

Homosexualität selbst ist in Uganda nicht strafbar, homosexuelle Handlungen sind jedoch jetzt bereits strafbar. Der neue Anti-Homosexualitäts-Entwurf stellt nun weitere Handlungen unter Strafe und fordert, bereits existierende Strafen zu verschärfen.

Im Gesetzesentwurf heisst es, er sei zum 'Schutz der traditionellen Familie durch Verbot von jeglicher Form der sexuellen Beziehung zwischen Personen gleichen Geschlechts' gedacht.

Ältere Versionen des Gesetzesentwurfs wurden von Menschenrechtsgruppen kritisiert, doch John Otekat Emile, ein unabhängiges Parlamentsmitglied, sagte, der Entwurf hätte eine '99%ige Chance' angenommen zu werden. Gegenüber der BBC sagte er: 'Parlamentsmitglieder unterstützen den Gesetzesentwurf überwältigend, da Homosexualität in Uganda illegal ist und wir diese Klarheit im Strafrecht haben.'
(Quelle: BBC News)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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