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11.10.2009 | Zwei Hinrichtungen im Iran, darunter ein jugendlicher Straftäter

Nach einem Bericht der Gruppe Iran Human Rights wurde am heutigen Sonntag der jugendliche Straftäter Behnoud Shojaee im Evin-Gefängnis von Teheran gehängt.

Shojaee wurde für schuldig befunden vor vier Jahren einen anderen Jungen namens Omid ermordet zu haben. Damals war Shojaee 17 Jahre alt.

Die Hinrichtung Shojaees wurde aufgrund von internationalem Druck und Bemühungen von Menschenrechtsorganisationen und seines Anwalts bereits fünf mal aufgehalten. In der Nacht hatten sich Hunderte von Menschen vor dem Gefängnis versammelt in der Hoffnung, die Behörden überzeugen zu können, die Hinrichtung erneut aufzuhalten. Doch in den frühen Morgenstunden wurde Behnoud Shojaee gehängt.

Die Hinrichtung wurde durch die staatliche Nachrichtenagentur Fars bestätigt.

Am Dienstag wurde Rahim Mohammadi im Gefängnis von Tabiz gehängt. Weder Mohammadis Anwalt noch die Familie des Verurteilten wurden von der geplanten Hinrichtung in Kenntnis gesetzt.

In einem offenen Brief schrieb Mohammadis Anwalt, Mohammad Mostafaei, dass sein Klient der 'analen Vergewaltigung' und Ehebruchs für schuldig befunden worden sei und zum Tode durch Hängen und Steinigung verurteilt wurde. Auch die Frau des Verurteilten wurde zum Tode durch Steinigung verurteilt.

Nach Aussage des Anwalts gab es nicht genügend Beweise für die Anklage gegen seine Klienten und die Richter hatten den Fehlern im Verfahren nicht genügend Aufmerksamkeit gezollt.

Herr Mostafaei befürchtet, dass die Steinigung der Ehefrau in der nahen Zukunft durchgeführt werden könne.
(Quelle: Iran Human Rights)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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