zurück zur Übersicht

08.01.2010 | 71-jähriger Deutschen droht in Florida die Todesstrafe

Die 71-jährige Marianne B. aus dem Kreis Böblingen wurde in Florida unter Mordverdacht verhaftet. Sollte sie des vorsätzlichen Mordes für schuldig befunden werden, droht ihr die Todesstrafe.

Marianne B. flog mit ihrem Mann nach Florida um über Weihnachten ihre dort lebende Tochter und ihren 5-jährigen Enkelsohn zu besuchen. Am Mittwoch fuhr der Mann zum Einkaufen. Bei seiner Rückkehr sah er seine Frau in durchnässter Kleidung. Sie sagte ihm, dass sie ihren Enkel ertränkt und danach versucht habe, sich selbst das Leben zu nehmen. Der Mann rannte ins Haus und fand den Jungen leblos in der Badewanne. Sofort fuhr er mit ihm in die Notaufnahme, doch das Leben des Jungen konnte nicht gerettet werden.

Die Tochter des hatte sich im Jahr 2006 von ihrem Mann scheiden lassen. Laut der Aussage von Frau B. ertränkte sie ihren Enkel, um ihm ein Leben als Scheidungskind zu ersparen. Nun droht ihr die Todesstrafe.

Da das deutsche Strafrecht auch für im Ausland begangene Straftaten gilt, hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dies dient zunächst v.a. dazu, von den amerikanischen Behörden Informationen zum Fall zu bekommen. Der Prozess gegen Frau B. wird aber wahrscheinlich in Florida abgehalten werden.
(Quelle: The local)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

zurück zur Übersicht