zurück zur Übersicht

18.05.2010 | Gazastreifen: Hamas lässt drei Männer hinrichten

Die im Gazastreifen regierende Hamas-Organisation ließ am Dienstag drei Männer hinrichten. Hiermit steigt die Anzahl der Hinrichtungen durch die Hamas auf fünf.

Nach einer Verlautbarung des Innenministeriums seien die Männer des Mordes schuldig gesprochen worden; Namen der Hingerichteten oder Einzelheiten der Verbrechen wurden jedoch nicht bekannt gegeben.

Das Innenministerium gab an, die Männer hätten einen Rechtsbeistand und die Möglichkeit, sich im Gericht zu verteidigen, gehabt.

In der Erklärung hieß es weiter, Hinrichtungen seien eine notwendige Form der Bestrafung, entsprächen den Verbrechen und seien ein Mittel der Abschreckung.

Im letzten Monat ließ die regierende Hamas-Organisation zwei Palästinenser hinrichten, die angeblich mit Israel zusammen gearbeitet hätten. Man vermutet, dass dies die ersten rechtlichen Hinrichtungen im Gazastreifen seit 2005 waren.

Nach den Hinrichtungen im April sagte Dr. Hassan al-Ouri, Rechtsberater des Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, die Hinrichtungen seien illegal. Hierbei zitierte er palästinensische Gesetzte, die vorschreiben, dass Todesurteile vom Präsidenten ratifiziert werden müssen. Er sagte, Präsident Mahmoud Abbas hätte während seiner Amtszeit keine Hinrichtungen genehmigt, sondern Todesurteile in lebenslängliche Haftstrafen oder kürzere Strafen umgewandelt.
(Quelle: CNN)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

zurück zur Übersicht