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12.05.2010 | Iran: Todestraktinsasse durch Wachen zu Tode gefoltert

Hadi Aravand starb im letzten Monat im Gefängnis von Sari an den Folgen der Folter durch die Gefängnisangestellten.

Der Gefängnisdirektor sagte aus, Aravand habe Selbstmord begangen, doch eine Untersuchung durch den Pathologen ergab, dass der Mann erstickt wurde.

Ein Familienangehöriger sagte gegenüber einem Reporter des Rahana, dass auf dem Körper Aravands zudem Zeichen von Folter und Prellungen waren, einer seiner Arme gebrochen war und er Schnitte an Handgelenken und Knöcheln hatte, die von einem qualvollen Tod zeugten.

Der Angehörige sagte gegenüber Rahana, dass Aravand um 17 Uhr des 30. April aus seiner Zelle geholt wurde und eine Stunde später sein blutiger Körper im Krankenhaus von Sari eingeliefert wurde.

Der Pathologe bezeugte, dass zum Zeitpunkt des Todes die Arme Aravands hinter dessen Rücken gefesselt  und seine Beine zusammengebunden waren, was einen Selbstmord ausschließt. Nach dem Pathologen wurde Aravand mit einer Plastiktüte erstickt während er derart gefesselt war.

Den Aussagen anderer Gefangener zufolge war dies der vierte verdächtige Selbstmord in den sieben Monaten seit Abedi zum neuen Direktor des Gefängnisses wurde.

Der 23-jährige Aravand wartete auf seine Hinrichtung, die in drei Monaten ausgeführt werden sollte. Er wurde am 19. März verhaftet, da er während eines Straßenkampfes jemanden erstochen hatte.

Aravand wurde am 9. Mai in Soural, in der Nähe von Sari, beerdigt.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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