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28.08.2010 | Oklahoma: Hinrichtungsaufschub wegen Medikamentenknappheit

Jeffrey David Matthews sollte diesen Monat hingerichtet werden, doch Lieferschwierigkeiten beim Medikament Thiopental verhinderten die Exekution. Thiopental ist ein Sedativum, das verwendet wird, um den Hinzurichtenden innerhalb Sekunden bewusstlos zu machen.

Hospira, die einzige amerikanische Firma, die Thiopental herstellt, gibt Produktionsschwierigkeiten als Grund für die Lieferprobleme an. Die Firma vermutet, dass sie wahrscheinlich erst im Jahr 2011 wieder in der Lage sein wird, das Medikament zu liefern.

Die Gefängnisbehörde von Oklahoma sagt, sie habe zwar das Medikament auf Lager, es sei aber abgelaufen. Test hatten ergeben, dass die Qualität und Reinheit nicht zufriedenstellend sind.

Jerry Massie, Sprecher der Behörde, sagte, sie wollten Thiopental durch ein anderes Medikament namens Brevital ersetzen. Brevital hat laut Massie die gleichen chemischen Eigenschaften wie Thiopental. Er sagte, das Hinrichtungsprotokoll schreibe kein spezifisches Medikament vor, um den Gefangenen bewusstlos zu machen, einzige Vorschrift sei, dass das Medikament in extrem kurzer Zeit wirken müsse.

Als Matthews Anwälte von der geplanten Verwendung von Brevital erfuhren, reichten sie Klage gegen dessen Verwendung ein. Ein Richter hielt die Hinrichtung daraufhin wenige Stunden vor ihrer Ausführung an.
(Quelle: NewsOn6)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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