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30.07.2010 | Pakistan: Hohe Zustimmung zu barbarischen Strafen

Einer Umfrage des Pew Research Center zufolge ist die Zustimmung unter der pakistanischen Bevölkerung zur strengen Auslegung der Scharia im Land ausgesprochen hoch.

82% der Pakistaner sind für eine strikte Geschlechtertrennung am Arbeitsplatz, 82% befürworten die Steinigung als Strafe für außerehelichen Sexualverkehr, 82% der Befragten sprachen sich für Auspeitschen oder das Abschneiden der Hände als Strafe für Diebstahl und Raubüberfälle aus und 76% sind dafür, die Todesstrafe für den Abkehr vom Islam beizubehalten.

Momentan scheint es in Pakistan ein de-facto-Hinrichtungsmoratorium zu geben, eigeführt von der regierenden Pakistanischen Volkspartei PPP, die sich in der Vergangenheit gegen die Todesstrafe ausgesprochen hatte. So fanden im Jahr 2009 in Pakistan keine Hinrichtungen statt, wohingegen 2008 noch 36 Menschen gehängt wurden – nach China die zweithöchste Zahl von Hinrichtungen in Asien. Dennoch wurden im Jahr 2009 noch über 270 neue Todesurteile im Land verhängt.
(Quellen: Pew Research Center, Amnesty International)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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