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16.06.2010 | Texas: David Powell hingerichtet

David Lee Powell wurde am Dienstag in der Walls-Unit, Huntsville, hingerichtet. Vor 32 Jahren, im Mai 1978, erschoss der damalige Drogendealer den Polizisten Ralph Ablanedo während einer Verkehrskontrolle mit 10 Schüssen.

  Sieben Familienmitglieder des Opfers wohnten der Hinrichtung bei. Powell schaute bis zum Eintreten der Bewusstlosigkeit auf die Opferangehörigen, sprach jedoch keine letzten Worte. David Lee Powell wurde um 18.19 Uhr für tot erklärt. Nach der Hinrichtung sagte Bruce Mills, ein Freund Ablanedos, der später dessen Witwe heiratete: "Erleichterung wäre das richtige Wort dies zu beschreiben. Keine Anhörungen mehr. Keine Berufungen."

Ein Gesuch in der letzten Woche argumentierte, dass die Geschworenen Powell fälschlicherweise als Gefahr für die Gesellschaft gesehen hatten. Um ein Todesurteil zu erlangen muss deutlich werden, dass der Angeklagte eine zukünftige Gefahr für die Gesellschaft darstellt. Unterstützer Powells argumentierten, dass dies eindeutig nicht der Fall sei. Powell sei über drei Jahrzehnte ein Mustergefangner gewesen, der anderen Gefangenen dabei half lesen zu lernen und ihnen mit Rat zur Seite stand. Die Staatsanwaltschaft konterte, dass Geschworene sich bereits in zwei Berufungsverfahren mit Powells gutem Benehmen auseinander gesetzt hätten und ihn trotzdem wieder zum Tode verurteilt hätten. Das Gericht stimmte dem letzte Woche zu.

Zur Hinrichtung kamen auch ungefähr 150 Polizisten und frühere Polizisten aus Austin. Sie formten vor der Walls-Unit sieben Reihen und salutierten als Judy und Bruce Mills und Ablanedos 87-jährige Mutter nach der Hinrichtung aus dem Gefängnis kamen und von Austins Polizeichef begrüßt und umarmt wurden.
(Quelle: Austin American Stateman)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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