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13.09.2010 | Washington: Cal Brown am Freitag hingerichtet

Am frühen Morgen des letzten Freitag wurde Cal Coburn Brown, 52, mittels tödlicher Injektion in Walla Walla, WA, hingerichtet.

Browns Hinrichtung war die erste Exekution in Washington seit dem Jahr 2001. Der Staat entschied sich, als zweiter Bundesstaat der USA mit nur einem Medikament hinzurichten statt der normalerweise üblichen drei verschiedenen nacheinander verabreichten Medikamente. Ein Sprecher der Gefängnisbehörde sagte später über die Hinrichtung, sie sei "professionell, human und mit Würde" ausgeführt worden.

Brown hatte im Jahr 1993 die damals 21-jährige Holly Washa entführt, gefoltert, vergewaltigt und schließlich erwürgt. Nach der Tat floh er nach Kalifornien, wo er festgenommen wurde nachdem er eine andere Frau angegriffen hatte. Während des Verhörs gestand er den Mord und führte die Behörden zur Leiche.

Brown wurde als manisch-depressiv diagnostiziert, die Berufungsgerichte sahen seine Krankheit jedoch nicht als ausreichend schwer an, um sein Todesurteil umzuwandeln.

In seinen letzten Worten drückte er die Hoffnung aus, dass seine Hinrichtung für die Familie des Opfers einen Abschluss bringen würde. Er dankte den Angestellten des Gefängnisses für ihre Professionalität.

Danach sprach er darüber, dass die Todesstrafe unfair angewendet würde. In einfachen Worte hob er hervor, dass viele Serienmörder und Mehrfachmörder zu lebenslänglichen Freiheitsstrafen verurteilt würden, während er für einen Mord die Todesstrafe erhalten habe. Er sprach von Gary Ridgeway, dem „Green River Killer“, der im gleichen Staat mehrere Opfer gefoltert, vergewaltigt und getötet hatte und zu lebenslänglicher Haft verurteilt wurde.

Cal Brown wurde um 0.56 Uhr Ortszeit für tot erklärt.
(Quellen: AFP, The Seattle Times, The Moderate Voice)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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