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18.05.2011 | Hinrichtungen in Ohio und Mississippi

Gleich zwei Hinrichtungen wurden am Dienstag in Ohio und Mississippi durchgeführt.

Im US-Bundesstaat Ohio wurde am Dienstagvormittag der 63-jährige Daniel Lee Bedford mit einer tödlichen Dosis Pentobarbital hingerichtet. Das Gefängnispersonal hatte offenbar Schwierigkeiten beim Legen des intravenösen Zugangs und stach Bedford mehrere Male. Bedford war zum Tod verurteilt, weil er 1984 seine Ex-Freundin und deren Freund erschossen hatte. Im März gab er gegenüber dem Gnadenausschuss an, sich an die Tat nicht erinnern zu können, seine Anwälte hätten ihm jedoch die Details der Tat genannt und er bedaure, was passiert sei. Bedford verzichtete auf eine letzte Erklärung, rief jedoch seiner erwachsenen Tochter und einer Brieffreundin, die sich unter den Zeugen befanden, "I love you" zu.

Im US-Bundesstaat Mississippi wurde am Dienstagabend der 38-jährige Rodney F. Gray mit einer tödlichen Injektion hingerichtet. Gray war zum Tod verurteilt, weil er 1994 eine 79-jährige Frau vergewaltigt, beraubt und getötet haben soll, erklärte jedoch wiederholt, dass er unschuldig sei. Seine Mutter besuchte ihn für zwei Stunden am Nachmittag vor der Exekution. Auf seinen Wunsch hin nahm jedoch keiner seiner Familienangehörigen an der Hinrichtung als Zeuge teil. Gray bat schließlich nur den Gefängnispfarrer als Zeuge zu bleiben, nachdem sein eigener geistlicher Beistand nicht gekommen war. Ein letztes Statement lehnte er ab, was ihm von einer Zeitung den Kommentar einbrachte, er habe keine Reue gezeigt.

Quellen:

http://www.cbsnews.com/stories/2011/05/17/national/main20063627.shtml

http://www.upi.com/Top_News/US/2011/05/17/Mississippi-killer-executed/UPI-18181305676952/

 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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