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01.02.2011 | Taiwan: Mann unschuldig hingerichtet

Das taiwanesische Verteidigungsministerium hat zugegeben, dass Chiang Ching-kuo im Jahr 1996 unschuldig gehängt wurde.

Chiang war schuldig befunden worden ein 5-jähriges Mädchen vergewaltigt und getötet zu haben.

Das Militär sagte, dass Chiang den Mord gestanden habe, doch in einem Brief an seine Eltern hatte Chiang geschrieben, dass er nach 37 Stunden Befragung und Folter zum Geständnis genötigt wurde.

Ein unabhängiges Team von Staatsanwälten untersuchte den Fall neu und bestätigte nun die Unschuld Chiangs.

Mittlerweile wurde ein anderer Mann im Zusammenhang mit diesem Mord verhaftet, der zuvor 12 Jahre wegen der Belästigung von zwei kleinen Mädchen inhaftiert war.

Präsident Ma Ying-jeou entschuldigte sich am Montag bei der Familie Chiangs für dessen Hinrichtung. Er wies das Militär an Chiang zu rehabilitieren und dessen Familie dabei behilflich zu sein, Kompensationszahlungen zu erhalten.

Menschenrechtsorganisationen haben Taiwan nun dringend gebeten die Todesstrafe abzuschaffen.
(Quelle: Monsters and Critics)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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