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10.07.2012 | Benin: Ein Schritt näher am Ausstieg aus der Todesstrafe

Wie Amnesty International meldet, hat Benin am 5. Juli einen völkerrechtlichen Vertrag ratifiziert, mit dem die Abschaffung der Todesstrafe nähergerückt ist.

Als 75. Staat der Erde unterzeichnete Benin das Zweite Fakultativprotokoll des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte von 1989, das die Todesstrafe verbietet. Nun muss Benin zügig die juristischen Grundlagen schaffen, damit die Nationalversammlung diese Strafe vollständig aus den Gesetzen streichen kann.

In Benin kann die Todesstrafe noch für eine Reihe von Straftaten verhängt werden, doch wurde seit 25 Jahren kein Todesurteil mehr vollstreckt; damals wurden zwei Menschen erschossen, die Ritualmorde begangen hatten. Zuletzt wurde 2010 eine Frau in Abwesenheit wegen Mordes zum Tode verurteilt. Ende 2011 befanden sich mindestens 14 Personen in den Todestrakten Benins.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind 16 afrikanische Länder todesstrafenfrei, darunter Burundi, Togo und Gabun, die diesen Schritt in den vergangenen drei Jahren getan haben. Amnesty International zufolge haben 22 Nationen die Todesstrafe zumindest in der Praxis abgeschafft. Damit folgt Afrika dem weltweiten Trend, wo über zwei Drittel aller Länder die Todesstrafe per Gesetz oder in der Praxis abgeschafft haben.

Quelle: Amnesty International

 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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