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21.04.2012 | Delaware: Shannon Johnson hingerichtet

Shannon M. Johnson wurde kurz vor Ablauf des Zeitrahmens für seine Hinrichtung zwischen Mitternacht und 3 Uhr per Giftinjektion exekutiert und um 2:55 Uhr für tot erklärt. Er war verurteilt worden, Cameron Hamlin ermordet zu haben.

 

Cameron Hamlin hatte sich mit Johnsons Exfreundin angefreundet. Als Johnson, der Vater ihres Kindes war, nach Jahren der Trennung die Beziehung zu ihr wieder aufnehmen wollte, traf er am 24. September 2006 die beiden zusammen im Auto sitzend vor ihrem Haus an. Johnson zog plötzlich eine Pistole und feuerte Schüsse ins Auto ab. Der getroffene Hamlin konnte das Auto noch starten und außer Reichweite bringen, damit wenigstens die Freundin lebend davon käme, er selbst starb an den Verletzungen.

Der Staatsanwaltschaft zufolge soll Johnson wochenlang als Stalker seiner Exfreundin aufgelauert haben, u.a. indem er sich mit einem Ganzkörperschleier, der nur die Augen freiließ, als Araberin verkleidete. Als sie am 10. November 2006 zum ersten Mal seit dem tödlichen Angriff auf Cameron Hamlin wieder zu ihrer Wohnung fuhr, wartete Johnson auf sie, schoss auf sie, zerrte sie aus dem Auto und wollte sie töten. Seine Waffe hatte jedoch Ladehemmung und Johnson blieb nur die Flucht. Fünf Tage später wurde er gefasst. Er soll dann versucht haben, einen Mithäftling, dessen Freilassung bevorstand, anzuheuern die Frau für ihn zu töten, damit sie nicht gegen ihn aussagen könne.

Johnson hatte seit seiner Verurteilung 2008 sämtlichen Anwälten, Geschworenen und Richtern erklärt, er wolle schnellstmöglich hingerichtet werden.

Quelle: News Journal

 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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