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26.07.2012 | Japan: Angeklagte werden deutlich häufiger zum Tode verurteilt

Untersucht wurden für den Zeitraum 1946 bis 2009 Todesurteile und Trends im Strafwesen vor Einführung des Systems mit den Laienrichtern im Mai 2009.

Zu dem Team gehörten ein Strafrechtsgelehrter und drei Richter. Die Ergebnisse sollen eine Art Leitfaden für Laienrichter liefern, die sich gemäß den Empfehlungen des Institutteams bei der Urteilsfindung an der Vorgehensweise früherer Zeiten orientieren sollen.

Konkret wurde das Verhältnis zwischen der Zahl der wegen Mordes Angeklagten und der Zahl der letztendlich zum Tode Verurteilten studiert.

Ein Grund für die Zunahme der Todesurteile ab Mitte der 1990-er Jahre lag laut der Studie u.a. in den Verbrechen der Aum-Sekte, die von der Justiz mit schärferen Strafen geahndet wurden.

Zwar gingen die Straftaten insgesamt zurück, doch führten einzelne, rücksichtslos gegen eine große Zahl von Menschen gerichtete Straftaten dazu, Ängste in der Bevölkerung zu schüren.

Quelle: Yomiuri Shimbun/AsiaOne

 

Links:

news.asiaone.com/News/AsiaOne%2BNews/Asia/Story/A1Story20120725-361192.html

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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