zurück zur Übersicht

06.06.2012 | Mississippi: Henry Jackson hingerichtet

Trotz der Gnadengesuche von zwei Schwestern wurde am Dienstag abend der 47-jährige Henry "Curtis" Jackson Jr. im Mississippi State Penitentiary per Giftinjektion exekutiert.

Jackson war zum Tode verurteilt worden, weil er in einem Amoklauf 1990 vier seiner Nichten und Neffen erstochen hatte. Seine Schwester Regina Jackson überlebte den Angriff und bat nun Gouverneur Phil Bryant, ihren Bruder zu verschonen: "Ich bin eine Mutter, die zwei Babies verloren hat und ich bitte Sie nur, dass ich nicht auch noch die Tötung meines Bruders durchmachen muss." Auch eine andere Schwester und ein Schwager hatten um sein Leben gebeten.

Bryant gewährte keine Gnade, um 18:13 Uhr Ortszeit wurde Jackson für tot erklärt. Er sagte, die Appelle von Jacksons Angehörigen hätten ihn sehr berührt, doch als Gouverneur sei es seine Pflicht, dafür zu sorgen, dass der Gerechtigkeit Genüge getan und Gesetze befolgt werden. Er bete für die Opfer und ihre Angehörigen.

Am 1. November 1990 tötete Jackson die Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren in der Wohnung seiner Mutter, während diese in der Kirche war, vermutlich weil er Geld aus ihrem Safe stehlen wollte.

Jackson nahm weder Frühstück noch Mittagessen zu sich. Er traf keine Wahl für ein letztes Mahl, doch Justizbeamte teilten mit, man habe ihm das übliche Abendessen angeboten.

Vor seiner Hinrichtung telefonierte er mit seiner Schwester Regina, seiner Tochter Monique Johnson sowie den Schwestern Pearl Jackson und Glenda Kuyoro.

Quelle: Associated Press

 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

zurück zur Übersicht