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06.01.2012 | Oklahoma: Gary Roland Welch hingerichtet


Am Donnerstag wurde im McAlester-Gefängnis der 49-jährige Gary Welch per Giftinjektion hingerichtet; er wurde um 18:10 Uhr für tot erklärt. Er hatte 1994 gemeinsam mit dem Mitangeklagten Claudie Conover den 35-jährigen Robert Hardcastle in Miami, Oklahoma, erstochen. Conovers Todesurteil wurde später in lebenslänglich umgewandelt, er verstarb 2001 in Haft.

Welch hatte am 16. Dezember 2011 versucht, sich mit einer geschmuggelten Rasierklinge den Hals aufzuschlitzen; damit war er der zweite Häftling in Oklahoma, der sich lieber selber töten wollte, als hingerichtet zu werden. Bereits 1995 hatte Robert Brecheen sich kurz vor seiner angesetzten Hinrichtung mit einer Überdosis heimlich gehorteter Schlaf- und Beruhigungsmittel das Leben nehmen wollen. Nachdem man ihm im Krankenhaus den Magen ausgepumpt hatte, wurde er nur Stunden später exekutiert.

Welch hatte stets beteuert, Hardcastle in Notwehr erstochen zu haben, zeigte sich jedoch ohne Reue. Vor dem Begnadigungsausschuss hatte er ungehalten ausgesagt: „Ich wollte ihn nicht töten, doch selbstverständlich wollte ich auch nicht, dass er mich tötet.“ Sein Gesuch wurde mit 3:2 Stimmen abgelehnt.

Oklahoma hat seit der Wiederaufnahme der Todesstrafe 1990 in diesem Bundesstaat 97 Verurteilte hingerichtet und steht damit hinter Texas (477) und Virginia (109) an dritter Stelle in den USA. Seit Wiedereinführung 1976 wurden in den gesamten USA 1278 Todesurteile vollstreckt.

Quellen: Associated Press und Rick Halperin

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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