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05.12.2012 | Oklahoma: George Ochoa hingerichtet

Gestern Abend wurde George Ochoa im Staatsgefängnis McAlester in Oklahoma hingerichtet. Er war verurteilt worden für die Ermordung eines Paares. Um 18:07 Uhr Ortszeit wurde sein Tod festgestellt.

Ochoa und sein mexikanischer Komplize Osbaldo Torres haben am 12. Juli 1993 in Oklahoma City Maria Yanez, 35, und Francisco Morales, 38, mit elf bzw. 12 Schüssen in ihrem Schlafzimmer erschossen. Ihre drei Kinder waren zu der Zeit ebenfalls im Haus.

Torres wurde gleichfalls wegen Mordes zum Tode verurteilt. Der frühere Gouverneur Brad Henry hatte dessen Strafmaß jedoch 2004 auf lebenslänglich ohne Möglichkeit der Bewährung gemildert, da die Regierung Mexikos beanstandete, dass man Torres nicht den ihm gemäß internationaler Vereinbarungen zustehenden konsularischen Beistand zugestanden habe.

Der 38-jährige Ochoa hatte den Begnadigungsausschuss angerufen und auf Umwandlung seines Todesurteils durch Gouverneurin Mary Fallin gehofft, doch der Ausschuss wies dies vor knapp einem Monat zurück.

Vorgestern hatte ein Bundesgericht Ochoas Behauptung verworfen, nicht hinrichtungsfähig zu sein, ebenso dessen Anfechtung der Kriterien, wie Zurechnungsfähigkeit in Oklahoma festgestellt wird. Auch sein letzter Antrag an den Obersten Gerichtshof der USA auf Hinrichtungsaufschub wurde gestern abgelehnt.

Es war die 102. Hinrichtung in Oklahoma seit Wiedereinführung der Todesstrafe im Juli 1976. Nur zwei Bundesstaaten haben noch mehr Menschen exekutiert, in Virginia waren es 109 und in Texas 492.

Quelle: Associated Press

 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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