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17.08.2012 | Simbabwe: Kein Henker und keine Hinrichtungen

Das letzte Mal wurden vor acht Jahren Todesurteile in Simbabwe vollstreckt. Inzwischen mangelt es nicht nur an einem Henker, sondern auch am Willen, überhaupt Hinrichtungen durchführen zu lassen, sagte Obert Gutu, Stellvertretender Minister für Rechtsangelegenheiten.

Demnach habe sich seit 2005 niemand auf die Stellenausschreibung gemeldet, der bereit wäre, als Henker zu fungieren. Da gleichzeitig die Exekutive keinen Drang verspüre, Häftlinge zu hängen, könne man praktisch von einem Hinrichtungsmoratorium sprechen.

Zuletzt wurden 2004 mit Edgar Masendeke und Stephen Chidhumo zwei berüchtigte Straftäter gehängt. Derzeit befinden sich etwa 60 Häftlinge im Todestrakt.

Im Juli wurde eine Gesetzesänderung bekannt gegeben, derzufolge in Simbabwe Frauen nicht mehr zum Tode verurteilt werden dürfen. Die Strafe dürfe nur auf Personen angewendet werden, die sich eines "schweren Mordes" schuldig gemacht haben und mindestens 21 und höchstens 70 Jahre alt sind.

Quelle: Newsday

 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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