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02.10.2012 | Sudan: Minderjähriger Mutter droht Steinigung

In Sudan soll eine junge Frau zum Tod durch Steinigung verurteilt worden sein, sie hat einen fünf Monate alten Sohn.

Dem Vernehmen nach wurde die Gerichtsverhandlung auf Arabisch geführt, das die Angeklagte jedoch nicht sprechen oder verstehen kann. Ein Dolmetscher wurde ihr nicht zur Seite gestellt. Das Alter der Frau ist nicht genau bekannt, es wird vermutet, dass sie noch unter 18 ist.

Sie wurde unter §146 des sudanesischen Strafgesetzes von 1991 verurteilt, das für verheiratete Ehebrecher die Steinigung vorsieht. Unverheiratete erhalten für Ehebruch 100 Peitschenhiebe.

Die junge Mutter hat den Vorwurf bestritten, legte jedoch unter Folter ein Geständnis ab, das in der Verhandlung gegen sie verwendet wurde.

Es steht noch nicht fest, ob es zu einer Wiederaufnahme des Prozesses kommen wird.

Quelle: Institut für Islamfragen

 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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