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07.09.2012 | Südsudan: Zwei Häftlinge in Juba gehängt

Der seit Juli 2011 unabhängige Staat Südsudan ließ am Dienstag im Zentralgefängnis von Juba zwei Gefangene hinrichten.

Dies gab Rupert Colville, ein Sprecher des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, bei einer Pressekonferenz in Genf bekannt. Er beanstandete, dass die beiden Häftlinge keinen ordentlichen Rechtsbeistand hatten.

Der Südsudan durchlief seit Januar 2005 einen sechsjährigen Friedensprozess, der letzten Juli mit der Unabhängigkeit von Sudan abgeschlossen wurde.

Die Exekutionen wurden durchgeführt, nachdem innerhalb weniger Tage Gambia und Irak eine große Zahl von Todesurteilen vollstreckten.

Letztes Jahr wurden fünf Menschen hingerichtet, die des Mordes schuldig befunden worden waren, vier von ihnen im November. Die nun erfolgten Urteilsvollstreckungen sollen die ersten in diesem Jahr in Südsudan sein. Anfang November sollen sich mindestens 150 Personen im Todestrakt befunden haben, 91 von ihnen im Zentralgefängnis von Juba, 32 im Gefängnis von Wau und 27 waren in Haft in Malakal.

Laut Amnesty International sind Strafprozesse im Land häufig von Mängeln behaftet. Demnach haben viele Angeklagte keinen Anwalt, selbst dann, wenn sie die Landessprache nicht beherrschen.

Quelle: BNO News

 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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