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09.11.2012 | Texas: Mario Swain exekutiert

Der 33-jährige Mario Swain wurde am Donnerstagabend vom Bundesstaat Texas per Giftinjektion hingerichtet.

Swain war verurteilt worden, zwei Tage nach Weihnachten 2002 bei einem Hauseinbruch Lola Nixon, 46, getötet zu haben. Die Ermittlungen hatten ergeben, dass sie gewürgt, mit einem Reifenheber geschlagen und auf sie eingestochen wurde. Nixons Leiche wurde in ihrem eigenen BMW in eine entlegene Gegend transportiert, wo man sie auf dem Rücksitz eines stillgelegten Autos fand.

Die Tat wurde entdeckt, weil Nixon eine Verabredung zum Essen nicht eingehalten hatte. Als Polizisten am nächsten Tag nach ihr sehen wollte, fanden sie den Hintereingang aufgestemmt vor, und überall im Haus waren Blutspuren. Ein Nachbar wies auf ein fremdes Auto vor dem Haus hin, das die Polizei auf Swains Spur brachte.

Die Beweislage gegen Swain war erdrückend. Zudem stellte sich heraus, dass er sich das bewaffnete Ausrauben von Frauen regelrecht antrainierte, als lerne er das Handwerk eines Serienmörders. Eine Zeugin sagte, Swain habe ein Notizbuch geführt, in dem er Namen und Autokennzeichen seiner potentiellen Opfer notierte.

Swain hatte Interviewanfragen von Nachrichtenmedien in der Zeit vor seiner Hinrichtung abgelehnt.

Sein Anwalt James Volberding erklärte, Eilanträge auf Aussetzen der Urteilsvollstreckung seien keine mehr eingereicht worden.

Es waren weder Angehörige von Nixon noch von Swain bei der Hinrichtung anwesend.

Auf die Frage, ob er noch letzte Worte sprechen wollte, schüttelte der Häftling den Kopf. Er schloss die Augen, tat noch einige Atemzüge und plötzlich war keine Bewegung mehr wahrzunehmen. Swain wurde eine halbe Stunde nach Beginn der Hinrichtung um 18:39 Uhr Ortszeit für tot erklärt.

Quelle: Associated Press

 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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