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14.06.2012 | Texas: Möglicherweise entlastender Beweis im Fall Skinner nicht auffindbar

Nachdem gerichtlich angeordnet wurde, Beweise aus einem über 18 Jahre zurückliegenden Mordfall für DNA-Untersuchungen zu übersenden, musste die zuständige Staatsanwaltschaft am Dienstag einräumen, eine blutbefleckte Windjacke, die am Tatort sichergestellt worden war, sei nicht mehr auffindbar.

 

Nach Darstellung von Hank Skinners Anwalt Rob Owen könnte die Jacke sogar den Ausschlag gebenden Beweis liefern, dass sein Mandant unschuldig ist.

Owen und die Staatsanwaltschaft haben zuletzt 40 Gegenstände festgelegt, die zu testen seien, unter anderem abgeschnittene Fingernägel eines der Opfer, Vaginalabstriche und Messer vom Tatort.

Owen teilte in einer e-Mail mit, laut Angaben der Behörden sei jeder einzelne andere Beweisgegenstand aus diesem Fall konserviert worden. Sie hätten bislang keine Erklärung abgegeben, wie es kommen konnte, dass Beweismittel nicht sicher aufbewahrt wurden.

Die Windjacke könnte vom Täter getragen worden sein und Schweiss- und Blutspuren aufweisen. Ein inzwischen verstorbener Onkel der ermordeten Twila Busby kommt in Frage, diese Jacke damals getragen zu haben. Er soll Busby kurz vor ihrem Tod bei einer Party belästigt haben, er war mit solch einer Jacke gesehen worden.

Skinner versuchte über zehn Jahre erfolglos, von mutmaßlich wichtigen Beweisen DNA-Tests anfertigen zu lassen. Mehrfach wurden Termine für seine Hinrichtung festgesetzt, einmal wurde sie nur eine Stunde vor Vollstreckung ausgesetzt.

Quelle: Houston Chronicle

 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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