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15.11.2012 | Texas: Todesurteil von Ramon Hernandez vollstreckt

Gestern abend wurde in Huntsville Ramon Hernandez mittels Giftinjektion hingerichtet. Alle Anträge des 39-Jährigen auf Aufschub waren von den Gerichten zuvor abgelehnt worden. Um 18:38 Uhr Ortszeit wurde sein Tod festgestellt.

Hernandez war zum Tode verurteilt worden wegen Entführung, Vergewaltigung und Erdrosseln von Rosa Maria Rosado. Die alleinerziehende 37-jährige Mutter hatte am 31. März 2001 an einer Bushaltestelle gewartet, von wo sie entführt wurde.

Bei den Ermittlungen in dieser Mordsache stellte sich anhand von DNA-Proben heraus, dass Hernandez auch in einen Aufsehen erregenden Mordfall von Dezember 1994 verwickelt sein könnte. Damals waren die 13-jährige Sarah Gonzales und ihre Cousine Priscilla Almares, 12, vermisst gemeldet worden. Sie wurden am nächsten Tag tot aufgefunden; man hatte sie vergewaltigt, geschlagen und erdrosselt. Das Beweismaterial war jedoch zu dürftig, Hernandez auch in dieser Mordsache den Prozess zu machen.

Ein ähnlicher Mord wurde im November 1994 in der Nachbarschaft der beiden Cousinen begangen. Im Abstand von einem Tag wurden zwei Mädchen entführt, ihre Leichen wurden einige Monate später gefunden. Auch hier galt Ramon Hernandez als einziger Verdächtiger, für eine Anklage reichten die Beweise allerdings nicht aus.

Es war die 14. Hinrichtung in Texas in diesem Jahr und die neunte mit nur einem Medikament statt den früher drei nacheinander verabreichten Präparaten. Heute soll die Hinrichtung von Preston Hughes stattfinden.

Unter Gouverneur Rick Perry wurden bislang 252 Menschen in Texas exekutiert.

Quellen: San Antonio Express, dp9blog.wordpress.com

 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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