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07.10.2012 | Tunesien: Todesstrafe für Botschaftattentäter gefordert

Von den 87 Festgenommenen, die am 14. September die US-Botschaft in Tunesien sowie die angrenzende Amerikanische Schule angegriffen haben sollen, drohe einer nicht näher genannten Anzahl die Todesstrafe. Dies gaben zwei Verteidigungsanwälte bekannt.

Die Anschläge erfolgten als Teil einer Protestwelle der islamischen Welt gegen einen privaten, in den USA produzierten Film, der den Propheten Mohammed verunglimpft.

Mehrere Tausend Demonstranten stürmten das Gelände der Botschaft, rissen die amerikanische Flagge herunter und richteten großen Schaden an den Gebäuden an. Die Polizei setzte Schusswaffen und Tränengas ein. Es kamen vier Demonstranten ums Leben, etliche weitere Demonstranten und Sicherheitskräfte wurden verletzt. Die als moderat geltende Regierung von Tunesien verurteilte die Anschläge auf die amerikanischen Standorte.

Inzwischen verlängerte die Regierung unter Präsident Moncef Marzouki den Ausnahmezustand im Land zum achten Mal. Er ist seit Januar 2011 in Kraft, als der langjährige Präsident Zine el-Abidine Ben Ali durch einen Volksaufstand entmachtet wurde.

Quelle: Online International News Network

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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