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29.08.2012 | USA: Todesstrafenprozess vor Militärgericht noch unterbrochen

Das Verfahren gegen den Angeklagten Major Nidal Hasan darf wieder aufgenommen werden, nachdem es nicht wie geplant am 20. August fortgeführt werden konnte, dies entschied ein Militärgericht am Montag.

Oberst Gregory Gross, Richter im Prozess gegen Hasan, hatte angedroht, dem Angeklagten zwangsweise den Bart abnehmen zu lassen, wenn er nicht vorschriftsmäßig rasiert erscheine.

Das Berufungsgericht für die Bewaffneten Streitkräfte machte keine Angaben, ob Gross dazu berechtigt sei. Ein neuer Verhandlungstermin wurde noch nicht festgelegt.

Hasan wird beschuldigt, am 5. November 2009 in auf einem Armeestützpunkt in Fort Hood, Texas, in einem Amoklauf vorsätzlich 13 Personen erschossen und 32 verletzt zu haben, mit der Absicht sie zu töten; ihm droht die Todesstrafe.

Der praktizierende Moslem hat sich einen Bart stehen lassen, um auf den nach eigener Einschätzung "unmittelbar bevorstehenden" Tod vorbereitet zu sein. Seine Anwälte sagen, der Bart sei Ausdruck seines Glaubens.

Hasan war mehrfach des Gerichtssaals verwiesen worden, weil er unrasiert erschienen war. Fünf Mal hatte man ihm Missachtung des Gerichts vorgeworfen und ihn zur Zahlung einer Strafe von 1.000 Dollar verurteilt.

Dem Vernehmen nach ist es nur Angehörigen der Sikh-Glaubensgemeinschaft gestattet, im militärischen Dienst aus Glaubensgründen einen Bart zu tragen.

Quelle: Reuters

 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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