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05.09.2013 | China/Großbritannien: Außenminister drängt auf Begnadigung

Der britische Außenminister William Hague appellierte diese Woche an die chinesische Regierung, das Todesurteil von Dolma Kyab umzuwandeln und internationale Standards für "freie und faire Prozesse" anzuwenden.

Vor dem britischen Unterhaus sagte er: "Wir bitten die chinesischen Behörden dringend, das Urteil umzuwandeln und Gnade zu gewähren."

Kyab war im August zum Tode verurteilt worden, da er seine Frau Kunchok Wangmo ermordet haben soll. Exiltibeter gehen jedoch davon aus, dass sie sich durch Selbstverbrennung das Leben nahm, um gegen die chinesische Vorherrschaft in Tibet zu protestieren.

Hague zeigte sich besorgt angesichts der sprunghaft steigenden Zunahme von Selbstverbrennungen in Tibet und forderte alle Seiten auf, dies zu beenden.

Auf die Frage, ob publik gemachte Vorhaltungen über Menschenrechtsverletzungen nicht die religiöse und politische Freiheit gefährden könnten, sagte Hague: "Ich bin der Ansicht, dass wir in Großbritannien stets unsere Überzeugung für universelle Menschenrechte bekennen müssen und niemals Angst haben sollten, als Fürsprecher für diese Rechte aufzutreten. Das betrifft auch unsere Beziehungen zu China."

Seit 2009 sollen über 120 Tibeter auf diese Weise ihr Leben geopfert haben, um Freiheit für ihre Heimat und die Rückkehr des Dalai Lama zu fordern.

Quelle: Phayul

 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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