zurück zur Übersicht

11.07.2013 | Florida: Bischöfe fordern Ende der Todesstrafe

In Florida, wo etwa 2,3 Millionen Katholiken leben, haben die sieben katholischen Bischöfe ihre seit Jahrzehnten gestellte Forderung nach Beendigung der Hinrichtungen wiederholt.

Sie forderten Gouverneur Scott in einer gemeinsamen Erklärung unter anderem auf, das Todesurteil von Marshall Gore in lebenslange Haft ohne Möglichkeit der Bewährung umzuwandeln. - Gore sollte bereits am 24. Juni hingerichtet werden, doch der Termin wurde auf den 10. Juli verschoben. Inzwischen ist auch dieses Datum abgesagt worden.

Ohne die grauenvollen Taten des Verurteilten verharmlosen zu wollen, nach Überzeugung der Kirchenführer rechtfertigten weder Vergeltung noch Abschreckung die Anwendung der Todesstrafe.

"Wir erneuern unseren Appell an den Gouverneur und alle Entscheidungsträger, wenn man die Sicherheit der Gesellschaft auch auf andere Weise gewährleisten kann, gibt es keinen vertretbaren Grund, die Todesstrafe anzuwenden", und weiter heißt es:

"Fast alle Staaten der Erde haben die Todesstrafe entweder grundsätzlich oder in der Praxis eingestellt. Allein in unserem Land haben in den vergangenen sechs Jahren sechs Bundesstaaten ihre Todesstrafengesetze abgeschafft. Angesichts unseres fragwürdigen Rekords mit 24 zu Unrecht zum Tode Verurteilten sollte Florida sich diesen aufgeklärten Staaten anschließen."

Quelle: Sunshine State News

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

zurück zur Übersicht