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13.09.2013 | Iran: 24 Exekutionen

Offiziellen sowie bestätigten inoffiziellen Berichten zufolge ließ der Iran in den letzten zwölf Tagen mindestens 24 Menschen hinrichten, 17 der Exekutionen waren von behördlicher Seite angekündigt.

Im Dizelabad-Gefängnis von Kermanschah wurden am 11. September zwei Häftlinge gehängt, dies meldeten staatliche iranische Medien.

Laut der offiziell verbreiteten Nachricht waren die beiden nicht namentlich identifizierten Männer verurteilt, mit 244 Kilo Opium gehandelt zu haben.

Am 10. September starben im Gefängnis von Schahrud zwei Häftlinge am Galgen. Die staatliche Agentur Fars gibt an, "M.B." und "A.K." seien für Drogenvergehen gehängt worden, ersterer für Handel und Besitz von 750 Gramm Crystal und 14.836 Gramm Opium, der zweite für 836 Gramm Crystal und 15.228 GrammOpium.

Im Gefängnis von Urmia wurden am 10. September ebenfalls mindestens sechs wegen Drogenhandel verurteilte Gefangene gehängt, darunter eine Frau. Die Namen der Männer wurden angegeben als Behrouz Shir Pour, Manouchehr Davoudi, Bahman Qeytarani, Ghasem Akbari und Zakaria Nasrollahi. Den Namen der Frau konnte HRANA bislang nicht feststellen. Eine offizielle Bekanntgabe der Behörden über diese Hinrichtungen fehlt.

Zudem wurde am Morgen des 12. September an drei Gefangenen in Dehdascht öffentlich die Todesstrafe vollstreckt. Die Nachrichtenagentur Boyernews berichtete, die Verurteilten seien vor Hunderten Schaulustigen auf dem Schirudi-Platz von einem Kran in die Höhe gezogen worden.

Es seien vier Männer wegen Vergewaltigung verhaftet worden, von denen drei zum Tode verurteilt worden sind; über das Schicksal des vierten ist nicht bekannt. Die vier Männer wurden als "S.S.", "H.Kh.", "B.H." und "H.A." identifiziert.

Quellen: Iran Human Rights, HRANA

 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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