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21.05.2013 | Iran: Hinrichtungswelle ebbt nicht ab

In den letzten Tagen wurden im Iran erneut viele Todesurteile vollstreckt, ein Ende der Hinrichtungen ist nicht in Sicht.

So wurden am 15. Mai im Rajai-Shahr-Gefängnis von Karadsch drei Häftlinge gehängt. Quellen von Iran Human Rights gaben an, dass es sich bei zwei von ihnen um die wegen Mordes verurteilten Gefangenen Hamid Shahriari aus Abteilung 1 und Hossein Nasiri aus Abteilung 6 gehandelt habe.

Ein weiterer unmittelbar von der Exekution bedrohter Häftling ist Afshin Karimi, der in Abteilung 6 verlegt worden sei. Der Name des dritten am 15. Mai Gehenkten soll in Kürze bekannt gegeben werden.

Am 16. Mai fand um 5:30 Uhr eine öffentliche Hinrichtung statt. In Noshahr wurde laut der staatlichen Agentur Mehr ein 25-jähriger Vater von zwei Kindern gehängt. Der selbst nicht mit Namen identifizierte Verurteilte hatte demnach 2008 einen Mann namens "Amir Arsalan Sheikh-Abbasi" nach einem Streit erstochen.

Zwei Tage später wurde in Khoramabad ein namentlich nicht identifizierter Gefangener gehängt. Man habe ihn für Besitz und Handel von 768 Gramm Crack verurteilt, berichteten staatliche Medien.

Am frühen Morgen des 19. Mai starben zwei Häftlinge im Evin-Gefängnis von Teheran. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Fars seien Kourosh Ahmadi und Mohammad Heydari der Spionage schuldig gesprochen worden, sie sollen heikle Informationen an den CIA bzw. den israelischen Mossad weitergegeben haben. Dafür erging der Schuldspruch für "Moharebeh" (Feindschaft gegen Gott).

Journalisten und politische Aktivisten werden von iranischen Behörden häufig der Kollaboration mit ausländischen Geheimdiensten bezichtigt.

Seit dem 16. April wurden demnach deutlich über 60 Personen exekutiert.

Quelle: Iran Human Rights

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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