zurück zur Übersicht

10.07.2013 | Iran/Afghanistan: Zwölf Afghanen hingerichtet

Wie die afghanische Botschaft in Teheran bekanntgab, wurden in verschiedenen iranischen Städten zwölf afghanische Staatsbürger exekutiert.

Demnach seien die Afghanen wegen Drogenschmuggel verurteilt gewesen. Wann die Hinrichtungen genau stattfanden, konnte die Botschaft nicht sagen, nur dass sie erst vor kurzem erfolgten.

Die Exekutionen der betreffenden Personen erfolgten den Informationen der Botschaft zufolge in den Städten Karadsch, Isfahan und Arak. APA-Quellen gaben an, sieben der Hingerichteten stammten aus Herat, drei aus Takhar, einer aus Laghman und einer aus Nimruz.

Wie es im Botschaftsbericht weiter heißt, sollen Hunderte Afghanen wegen Drogenstraftaten angeklagt sein und auf ihre Hinrichtung warten. Insgesamt befänden sich etwa 5000 afghanische Bürger in iranischen Gefängnissen.

Die Regierung von Afghanistan hat den Iran schon mehrfach aufgefordert, die Hinrichtung afghanischer Staatsbürger einzustellen. Der iranische Außenminister hatte bei einem Treffen mit seinem afghanischen Amtskollegen zugesichert, er werde den Leiter der Justizbehörden des Iran auffordern, keine Afghanen hinrichten zu lassen.

Iranische Amtspersonen in Teheran erklärten, die Todesstrafe oder lebenslange Haftstrafen werden in Fällen von Drogenschmuggel gegen jeden Straftäter angewendet. Wenn eine Person gegen das im Iran geltende Islamische Strafgesetz verstoße, unabhängig von der Staatszugehörigkeit.

Quellen: Trend, APA

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

zurück zur Übersicht