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12.11.2013 | Norwegen: Universitäten sollen weltweit gegen Todesstrafe eintreten

Ole Petter Ottersen, Rektor der Universität von Oslo, schlägt vor, alle Universitäten der Welt sollten sich einem Netzwerk gegen die Todesstrafe anschließen.

In Norwegen gehören sämtliche Universitäten inzwischen diesem Netzwerk an, das Ottersen zusammen mit Lill Scherdin und Professor Mahmood Amiry Moghaddam ins Leben rief.

Ziel des Zusammenschlusses sei es, die Position der Hochschulen in der Gesellschaft für die Ächtung der Todesstrafe zu nutzen.

Das Netzwerk bemühe sich zunächst, Universitäten in Skandinavien und anderen westlichen Ländern zum Beitritt zu bewegen, später sollen Hochschulen der gesamten Welt folgen.

Ihnen komme ein hohes Maß an Verantwortung für die Bekämpfung von Apartheid oder Sklaverei und die Einhaltung der Menschenrechte zu, von denen das Recht auf Leben das fundamentalste sei.

Es werde großer Wert darauf gelegt, die ganze Bandbreite der akademischen Lehre miteinzubeziehen.

Häufig erreiche gegen die Anwendung der Todesstrafe in einem Land gerichteter Protest aus dem Ausland die Bevölkerung gar nicht, sondern die politischen Entscheidungsträger lassen ihn verpuffen, ohne ihn publik zu machen.

Personen aus allen Berufszweigen sollten daher eine „kritische Masse“ bilden und ihren Einfluss geltend machen, damit Politiker nicht im Alleingang über die Werte einer Gesellschaft entscheiden.

Quelle: The Nordic Page

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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