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04.11.2013 | Ohio: Arzt fand keine Vene

Ein Gefängnisarzt konnte vor der geplanten Hinrichtung eines Verurteilten bei einer Untersuchung offenbar keine Vene im Arm finden, dies erklärte der Häftling per Videoübertragung im Rahmen einer gerichtlichen Aussage.

Derzeit läuft die Klage von Ronald Phillips, 40, gegen die neue, unerprobte Hinrichtungsmethode, die Ohio vor einem Monat bekannt gab. Dabei kommen zwei Komponenten zum Einsatz – das Sedativum Midazolam und Hydromorphon als Schmerzmittel –, sofern bei Compounding Pharmacies kein Pentobarbital beschafft werden kann.

Phillips, der am 14. November exekutiert werden soll, wurde am 18. Oktober im medizinischen Zentrum der Chillicothe Correctional Institution untersucht. „Offenbar hat Gott meine Venen vor ihnen verborgen“, sagte er letzten Freitag in der Anhörung. Nur auf seiner rechten Hand habe sich ein tauglicher Zugang finden lassen.

Bei der Befragung durch seine Anwälte erklärte Phillips, der Arzt habe gesagt, er sei nicht am Hinrichtungsvorgang beteiligt, als er aufgefordert wurde, die Untersuchungen durchzuführen.

Phillips erklärte außerdem, er habe seit seiner Kindheit eine Spritzenphobie. Damals handelten seine Eltern mit Drogen und gestatteten Süchtigen, sich gleich bei ihnen in der Küche das Mittel zu spritzen.

Quellen: BurlingtonFreePress, Associated Press

 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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