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16.03.2013 | Saudi-Arabien: Sieben des Raubüberfalls beschuldigte Männer von Exekutionskommando hingerichtet

Den Anfechtungen internationaler Menschenrechtsgruppen und den eingelegten Berufungen zum Trotz wurden am Mittwoch, acht Tage später als ursprünglich angesetzt, in einer öffentlichen Hinrichtung sieben Männer – Sarhan Al Mashaikh, Saeed Al Zahrani, Ali Al Shahri, Nasser Al Qahtani, Saeed Al Shahrani, Abdul Aziz Al Amri and Ali Al Qahtani – zwischen 20 und 24 Jahren getötet. Sie wurden 2009 für Verbrechen (mehrere Raubüberfälle und Diebstähle mit Hilfe Dritter) zum Tode verurteilt, die sie 2005 als Jugendliche begangen hatten. Die öffentliche Hinrichtung sollte "ihnen als Strafe und anderen zur Abschreckung" dienen, ihre Helfer wurden zu Haftstrafen verurteilt.

Laut Amnesty waren die Männer während des Verfahrens ohne eine gerichtliche Verteidigung, ihre 'Geständnisse' seien unter Folter erzwungen worden, und es sei angedroht worden Verwandte der Angeklagten Folterei zu unterziehen, sollten die Männer ihre Geständnisse widerrufen. 

Einschließlich der Hinrichtungen am Mittwoch kommt Saudi-Arabien damit dieses Jahr schon auf 26 hingerichtete Menschen, 2012 wurden zwischen 69 und 76 hingerichtet.

Das Königreich wird immer wieder von Menschenrechtsgruppen für seine Exekutionsrate und die Ungerechtigkeit der Verfahren der Verurteilten kritisiert.

Quelle: Death Penalty News

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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