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12.04.2013 | Taiwan: Drei frühere Todestrakthäftlinge erhalten Entschädigung

Drei letztes Jahr aus dem Todestrakt freigelassenen Männern wurde eine Entschädigung in Höhe von insgesamt 15 Millionen Taiwan-Dollar (umgerechnet knapp 3,9 Mio. Euro) zugesprochen.

Das Oberste Gericht gestand Su Chien-ho, Liu Bin-lang und Chuang Lin-hsun je ein Drittel der Summe zu, da ihre Haftstrafe nicht gerechtfertigt war.

Die drei Männer wurden verhaftet, da ein Soldat, der 1991 den Mord eines Paares in Taipeh gestanden hatte, behauptete, sie seien seine Komplizen bei der Tat gewesen. Ein Jahr später wurde er von einem Militärgericht verurteilt und hingerichtet.

Die früheren Gefangenen erklärten, man habe sie durch Folter zu Geständnissen gezwungen, welche zu ihrer Verurteilung führten. Mehrere Prozesse und Wiederaufnahmeverfahren verwarfen und bestätigten das Strafmaß über die Jahre, bis letztes Jahr das Oberste Gericht sie endgültig freisprach.

In Taiwan kann die Todesstrafe unter anderem noch bei Mord, Entführung und Raubüberfall verhängt werden.

Im Jahr 2012 ließ Taiwan an einem Tag sechs Todestraktinsassen hinrichten.

Quelle: Agence France-Presse, Global Post

 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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