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10.10.2013 | Texas: Hinrichtung von Michael Yowell

Gestern Abend wurde in Huntsville Michael Yowell per Giftinjektion hingerichtet, er wurde um 19:11 Uhr Ortszeit für tot erklärt. Die Exekution begann mit etwa einer Stunde Verzögerung, da noch ein letzter Antrag anhängig gewesen war.

Yowell hatte vor fünfzehn Jahren seinen Vater John, 55 Jahre, erschossen, als dieser ihn beim Diebstahl seiner Brieftasche ertappte. Er hatte auch seine Mutter Carol, 53, geschlagen und erdrosselt.

Yowell war wegen Einbruchdiebstahl und Drogenvergehen verurteilt worden und zur Zeit des Verbrechens auf Bewährung frei. Sein damaliger Drogenkonsum kostete ihn etwa 200 Dollar täglich.

Nach einer Gasexplosion des Hauses wurden die Leichen seiner Eltern in den Trümmern entdeckt, ebenso die 89-jährige Großmutter Viola Davis. Diese verstarb wenige Tage später an den bei der Detonation erlittenen Verletzungen.

Die Anwälte des 43-jährigen Michael Yowell hatten noch versucht, die Hinrichtung per einstweiliger Verfügung zu verhindern, wobei sie sich auch einem anhängigen Rechtsstreit von zwei anderen Häftlingen bezüglich des Medikaments Pentobarbital anschlossen.

In der Klage geht es darum, ob das Medikament 'unversehrt' und 'rechtmäßig' ist, damit gewährleistet ist, dass seine Verwendung im Rahmen der verfassungsmäßigen Vorschriften erfolgt.

Gefängnisbeamte hatten einen Vorrat des Mittels von Compounding Pharmacies beschafft, der auch bei Yowell zum Einsatz kommen sollte, nachdem der bisherige Bestand Ende September abgelaufen war.

Quelle: Associated Press

 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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