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04.01.2013 | VAE: Drogenkurier vor Hinrichtung bewahrt

In Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat ein Berufungsgericht das Todesurteil eines Häftlings in eine zehnjährige Haftstrafe umgewandelt.

Der aus Asien stammende Mann war in erster Instanz schuldig gesprochen worden, Drogen in seinem Besitz gehabt und sie geschmuggelt zu haben, um damit zu handeln.

Den Gerichtsakten zufolge war der Mann am Flughafen von Abu Dhabi verhaftet worden, als Flughafenpolizisten der Zustand des erschöpft wirkenden Reisenden verdächtig vorgekommen war. In seinem Darm fand man später 96 Kapseln mit insgesamt 616 Gramm Heroin.

Der Mann erklärte, er habe tatsächlich die Kapseln schmuggeln wollen, doch habe er nicht gewusst, um welche Substanz es sich bei dem Inhalt handelte. In seinem Heimatland habe ihm lediglich ein Mann aufgetragen, die Ware in den VAE jemandem zu übergeben, den er nicht kenne.

Seine Verteidigung hatte darauf verwiesen, Urinproben hätten gezeigt, dass der Angeklagte kein Drogenkonsument, sondern lediglich als Kurier aufgetreten sei.

Zusätzlich zu einer Geldbuße von 50.000 Dirham (ca. 10.400 Euro) soll der Mann nach Ableistung der Haftstrafe des Landes verwiesen werden.

Quelle: Khaleej Times

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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