zurück zur Übersicht

31.01.2014 | Indien: Hinrichtung vorerst blockiert

Der 1995 aus Deutschland abgeschobene Devinder Pal Singh Bhullar wird vorläufig nicht hingerichtet.

Bhullar wurde für ein Attentat in Neu-Delhi zum Tode verurteilt, bei dem 1993 neun Menschen ums Leben kamen.

Bundespräsident Gauck, sein Amtsvorgänger Wulff und der frühere Außenminister Westerwelle hatten um Begnadigung für den mutmaßlich psychisch kranken Mann gebeten. Bei seinem nächsten Staatsbesuch kommende Woche wird Gauck Präsident Pranab Mukherjee sowie Regierungschef Manmohan Singh treffen und möglicherweise erneut auf Bhullar zu sprechen kommen.

Er hatte in Deutschland mit einem falschen Pass um Asyl gebeten, war aber 1995 abgeschoben worden, obwohl ihm in seinem Heimatland die Todesstrafe drohte. Das Frankfurter Verwaltungsgericht befand zwei Jahre später, die Abschiebung sei nicht rechtens gewesen.

Das Oberste Gericht Indiens stoppte nun die Exekution, um prüfen zu lassen, ob der 48-Jährige an einer psychischen Erkrankung leidet.

Es befinden sich fast 500 Menschen in Indien in den Todeszellen. Jahrelang wurden keine Urteile vollstreckt, doch in den vergangenen Monaten fanden zwei Hinrichtungen statt.

Quelle: Spiegel

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

zurück zur Übersicht